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Hallstatt in Österreich

Bilder von Hallstatt

Von Hallstatt hatte ich zum ersten Mal in einem Fernsehbericht (2020) gehört bzw. gesehen. Eigentlich wäre es kein Urlaubsziel für uns gewesen, wenn man sich diverse Youtube-Videos über diesen kleinen idyllischen Ort anschaut. Aber 2020 ist kein normales Jahr - Stichwort: COVID19 und wie so oft liegt „gut“ und „schlecht“ nahe beieinander. Das von der Europäische Union für einige Länder verhängte Einreiseverbot ermöglichte uns hier einen entspannten Urlaub. Zurecht wurde Hallstatt in die Liste des UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen (Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut).

Hallstatt-Karte Bilder von Hallstatt

Auch diesmal möchte ich das Hotel gesondert erwähnen, da die Atmosphäre stark mit dazu beitrug, uns hier wohl zu fühlen. Es soll erneut keine Werbung darstellen, aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen bei der Unterkunftswahl.
Ohne Bewertung zu lesen, entschieden wir uns für den Gasthof Weißes Lamm. Untergebracht in einem modernen aber gemütlich eingerichteten Zimmer mit großzügigen Platzangebot war es fast schon eine Schande, sich hier nur zum Schlafen aufzuhalten. Als zusätzliches „Schmankerl“ offenbarte einer der beiden Balkons einen fantastischen Ausblick auf Hallstatt und den Hallstätter See. Als sehr angenehm empfanden wir den persönlichen Umgang von Personal und Inhabern mit den Gästen. Bei der Wahl unserer Unterkunft haben mehr als ein „glückliches Händchen“ gehabt.

Salzbergwanderung

Bilder von der Wanderung auf den Salzberg

Nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt, beginnt die Müllerstiege. Der Ausgangspunkt für den „Aufstieg“ zum Salzberg. Für den heutigen Tag war das Ziel der Skywalk, welcher ein herrliches Panorama auf den Hallstätter See und seinem namensgebenden Ort versprach. Es galt knapp 350m Höhenmeter zu bewältigen, gespickt mit vielen Möglichkeiten Hallstatt und den Hallstätter See zu bestaunen. An bzw. auf der Aussichtsplattform angekommen, offenbarte sich die wirkliche Schönheit dieser Region. Der Ausblick ist unbeschreiblich.
Wir entschieden uns für den Abstieg über den Soleleitungsweg, welcher unterhalb des Rudolfsturms beginnt. Dieser führt entlang der (zum Teil alten) Soleleitung zurück nach Hallstatt und kreuzt gleich zu Beginn den Mühlbach. Den Wegesrand säumen verschiedene Schautafeln, die einen Einblick über die Salzgewinnung, die Pflanzenwelt am Salzberg und über das Leben in und um Hallstatt geben. Es war ein gelungener Auftakt für ein vielversprechenden Urlaub.

Echerntal

Bilder vom Echerntal

Viele Besucher von Hallstatt bleiben selten länger als zwei oder drei Tage. Daher steht kaum Zeit für eine Wanderung zur Verfügung und viele lohnenswerte Ausflugsziele bleiben für sie unentdeckt. Eines der weniger bekannten Ziele ist der Waldbachstrub-Wasserfall. Der Weg dorthin führt parallel zum Waldbach vorbei am Schleierfall und dem Eulenloch. Das letzte Stück besitzt einen beachtlichen Anstieg. Mit lautem Getose kündigten sich die Wasserfälle an. Angekommen, wird man mit einem imposanten Anblick belohnt. Zum Verweilen lädt eine Bank ein. Spontan entschieden wir uns, nicht zurück nach Hallstatt zu gehen, sondern einen der vielen Wanderrouten zum Salzberg zu folgen. Der Weg führt durch den Gletschergarten mit einem wunderschönen Ausblick auf das Echerntal.
Leider erreichte uns am frühen Nachmittag ein Gewitter und wir mussten uns unterstellen. (Daher sind ab diesem Zeitpunkt nur noch wenige Bilder entstanden. Nach rund einer Stunde ging es weiter auf gut ausgebauten Wegen zum Salzberg.

Kroppenbrüllerhöhle

Bilder von der Koppenbrüllerhöhle und der Wanderung dahin

Wir bemerkten sehr schnell, dass es um Hallstatt unzählige Höhlen gibt. Daher standen einige ganz oben auf unserer Ausflugsliste. Den ersten Besuch statten wir der Kroppenbrüllerhöhle ab. Mit dem Schiff ging es zuerst nach Obertraun am südlichen Hallstätter See und dann weiter zu Fuß. Auf gut befestigten Wegen schlenderten wir zum Bühlerbach-Ursprung und zur Koppenwinkelam. Hier rasteten wir und ließen die Seele baumeln. Entlang am Koppenwinkllack‘n kamen wir unserem Ziel immer näher. Da die Kroppenbrüllerhöhle von Höhlenbächen durchzogen ist und als aktive Höhle gilt, hofften wir das sie trotz des leichten Regens in der Nacht geöffnet war. Uns war das Glück hold, denn sie war für Besucher geöffnet. Eine Besichtigung lohnt sich, auch wenn es sehr kalt in der Höhle ist, da man einiges über die Entstehung der Höhle und dem Karstgebiet in der Umgebung erfährt. Für den Rückweg nutzten wir die Bahn sowie Fährverbindung nach Hallstatt, da die Zeit doch schon sehr fortgeschritten war.

Hoher Dachstein

Bilder vom Dachstein und Umgebung

Natürlich gehört auch ein Besuch auf den Dachstein, dem höchsten Berg und Namensgeber des Dachsteinmassiv zum Pflichtprogramm. Mit dem PKW ging es nach Ramsau am Dachstein und weiter zur Dachstein-Gletscherbahn. Auf der Bergstation angekommen, offenbarte sich ein phänomenaler Ausblick auf die umliegenden Berge! Allein dieser Ausblick hätte mir schon gereicht, um Stunden hier zuverbringen, da ich mich einfach nicht satt sehen konnte. Es gibt aber noch einiges mehr hier zu erkunden wie den Dachstein Skywalk, den Eispalast, die Dachstein Hängebrücke oder die Treppe ins Nichts. Für einen Besuch aller Attraktionen kann man gut und gerne drei bis vier Stunden einplanen. Trotzdem übertrifft (für mich) der Anblick der Berge alles andere und hätte mich schon allein für die eineinhalbstündige Anreise entschädigt.
Tip: Vor Antritt der Reise zum Dachstein sollte man im Internet die Berg- und Talfahrt mit der Gondel reservieren oder kaufen. Ansonsten kann es passieren, das man keine Möglichkeit hat, auf den Dachstein zu fahren. Uns wäre es fast so gegangen, hatten jedoch Glück vor Ort noch zwei Plätze zu ergattern.

Schafberg am Wolfgangsee

Bilder vom Schafberg und Umgebung

Wer kennt ihn nicht den Wolfgangsee? Weniger bekannt ist der benachbarte Schafberg, bequem „zu besteigen“ mit der Zahnradbahn. Nach ca. 40 min Fahrzeit eröffnete sich uns ein überwältigender Ausblick, begrüßt von einer frischen Brise. Von der Bergstation nicht weit entfernt liegt die Himmelspforte mit einem einmaligen Blick auf den Mond- & Attersee aber auch auf den Dachstein. (Wenn dieser nicht hinter Wolken verborgen gewesen wäre.) Zu Fuß traten wir nach zwei Stunden Aufenthalt in rund 1700m Höhe den Rückweg an. Über die Schafbergalm vorbei an glücklichen (und ihre Jungen verteidigenden) Kühen und über die Sautränkalm. Die Schafkapelle passierend ging es durch Falkenstein zurück nach St. Wolfgang zum Parkplatz. Es war ein schöner Abstieg mit herrlichen Ausblicken auf den Wolfgangsee und die umliegenden Berge, aber auch ein anstrengender Weg mit knapp 1200m Höhenmeter bergab.

Mammut- & Eishöhle | Heilbronner Weg

Bilder von der Mammut- & Eishöhle sowie dem Heilbronnerweg

Insgesamt fuhren wir dreimal zum und auf den Krippenstein. Das erste Mal versperrten uns Wolken die Sicht auf den Dachstein, was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten. Unser Ziel war sowieso ein anderes - die „5 Fingers“. Von dieser Aussichtsplattform kann man wunderbar den Blick auf den Hallstätter See genießen. Nach unzähligen Fotos und gefühlten 3 Stunden verweilen, ging es mit der Krippensteinbahn weiter zur Gjaidalm und schon war der Tag fast vorüber.
Erneut ging es mit der Krippensteinbahn bergauf – diesmal nur bis zur Mittelstation Schönbergalm. Unser Tagesprogramm war ein Besuch der Mammut- und der Eishöhle am Krippenstein. Wir nutzten für dieses Vorhaben extra einen Tag mit regnerischen Wetter. Beide Höhlen sind beeindruckend sowie riesig und haben ihren ganz eigenen Charme. Während der Führungen wird die Entstehung und Erkundung der Höhlen erklärt - beide ein empfehlenswertes Ausflugsziel!
Der Höhepunkt war das Ablaufen des Heilbronner Weges! Bei wolkenlosen Himmel starteten wir an der Bergstation in Richtung Dachstein-Hai und weiter über das Heilbronner Kreuz mit seiner traurigen Geschichte zur dritten Station der Krippensteinbahn. Entlang des ganzen Weges hat man immer wieder einen wunderschönen Blick auf den Dachstein & den Hallstätter Gletscher. Ein Traum! Die Schönheit und Faszination kann ich gar nicht mit Worten beschreiben, daher lasse ich lieber Bilder sprechen.

Zwieselalm und Feuerkogel

Bilder von der Wanderung zur Zwieselalm und dem Feuerkogel

Ein weiteres lohnendes Ausflugsziel ist die Zwieselalm. Ein kleiner Rundweg startet und endet an der Bergstation der Gosaukammbahn. Gut bei der Hälfte des Weges liegt die Zwiesealm. Man kann hier gemütlich wandern und wieder den Ausblick auf die Umgebung genießen oder so manche Überraschung (Kletterer) erblicken. Es geht vorbei an glücklichen (diesmal friedlichen) Kühen und verschiedenen Sesselbahnen mit vielen Möglichkeiten zum Einkehren und Stärken.
Um unser 4 Gipfelticket auch komplett zu nutzen, besuchten wir zum Ende des Urlaubs den Feuerkogel und das Europakreuz. Rund um den Feuerkogel gibt es viele Wanderwege deren Schwierigkeitsgrad gar nicht so hoch ist – eigentlich ideal für uns. Jedoch zogen zum Mittag Wolken auf, die Regen versprachen. Aus diesem Grund begnügten wir uns mit dem Aufstieg zum Europakreuz auf den Alberfeldkogel. Hier angekommen, zeigte sich ein interessantes Bild. Auf der einen Seite erstrecken sich Berge, auf der anderen Seite weites Flachland und ein schöner Ausblick auf den Traunsee.