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Oberstdorf & Kleinwalstertal

Der dritte Ausflug nach Bayern führte uns ins Allgäu, genauer gesagt ins Oberallgäu nach Oberstdorf. Bekannt durch die Vierschanzentournee und als Urlaubsort wollten auch wir Oberstdorf und das Kleinwalsertal näher kennenlernen. Das Nebel- & Fellhorn besteigen (naja gut - mit der Seilbahn erobern, trifft es eher). Ein Besuch des Bodensees stand ebenfalls auf unserer Angenda. Alle anderen Ausflüge planten wir spontan direkt vor Ort.


Landhaus Alban Ansicht

Abermals auf Empfehlung meiner Eltern entschieden wir uns für das Landhaus Alban als Unterkunft - eine wirklich sehr gute Empfehlung. Es soll keine Werbung sein (auch wenn es so klingt). Uns hat der Aufenthalt so gut gefallen, das ich das Landhaus gesondert erwähnen möchte.
Sehr angenehm ist der persönlichen Umgang der Inhaberfamilie mit ihren Gästen. Man merkt sofort, dass sie das Landhaus mit viel Liebe betreiben. Dies spiegelt sich ebenfalls in den gemütlich und rustikal, aber modern eingerichteten Zimmern wieder. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist das enthaltene Bergbahnticket (nicht jedes Jahr inklusive). Mit diesem konnten wir alle 7 Seilbahnen der Region ohne zusätzliche Kosten unbegrenzt nutzen.

Nebelhorn

das Nebelhorn: Bild 1 von 78

Wenn man in Obertsdorf ist, muss man auch das Nebelhorn besuchen. Den Gipfel kann man bequem per Seilbahn oder zu Fuss auf gut befestigten Wegen erreichen. Wir entschieden uns für eine Kombination aus Fahren und Wandern. (Die Nebelhornbahn besteht aus 3 Abschnitten, daher muß der Besucher umsteigen bzw. kann auf den Zwischentationen aussteigen und von hieraus bergauf oder talwärts wandern.) Von der Höfatsblick Bergstation aus nahmen wir den Weg zur Nebelhornspitze. Knapp 280 Höhenmeter mit rund 45 Minuten Laufzeit (laut Beschilderung) standen uns bevor. Und es kam, wie es kommen musste bzw. die Erfahrung bei der Zugspitzwanderung zeigte – wir brauchten deutlich länger. Die Belohnung lies nicht lange auf sich warten. Schon nach wenigen Schritten lies uns eine herrliche Panoramasicht auf die umliegenden Berge alles vergessen – auch die Zeit! Auf der Spitze des Nebelhorns zeigten sich die umliegenden Berge in ihrer vollen Schönheit!
Es war gerade Mittagszeit und wir beschlossen noch einen Ausflug zum Seealpsee zu wagen! Bis zum Höfatsblick ging es mit der Seilbahn und dann weiter zu Fuss. Der Weg ist am Anfang sehr gut ausgebaut und bietet keine Probleme, man könnte sagen „fast schon langweilig“. Aber … auf der Linie zwischen den Bergen Zeiger und Hüttenkopf änderte sich dies. Es wurde holpriger und steiler, gespickt mit 2 Schneepassagen. Für einen Städter eine wesentlich anspruchsvollere Tour (und für einen Oberstdorfer wahrscheinlich Erwärmung)! Nach Überwinden von rund 350 Höhenmetern erreichten wir den malerischen Seealpsee. Auch wenn sicher der Gedanke des bevorstehenden Aufstiegs immer wieder in den Vordergrund drängte, war der Ausblick und die Ruhe hier jede Strapaze wert!

Breitachklamm

in der Breitachklamm: Bild 1 von 41

Ebenfall zum Pflichtprogramm gehört ein Besuch Breitachklamm. Per Bus oder PKW gut zu erreichen, nutzen wir erstere Möglichkeit. Uns kam es auch in den Sinn zur Klamm zu laufen. Verwarfen den Gedanken jedoch, da wir unsere Kondition nicht zu sehr strapazieren wollten, denn die nächsten Tage versprachen größere Wanderungtouren. Die Webseite wirbt mit „… die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas.“. Es ist nicht gelogen!
Zum Anfang erkennt man nichts von der Klamm, aber nach ca. 300m ragen die Felswände zu beiden Seiten steil empor. Ein imposantes Bauwerk der Natur - ein Besuch mehr als Wert, auch bei schlechtem Wetter zu empfehlen. Mit Worten kann man es schwer beschreiben, daher lasse ich lieber die Bilder sprechen.

Freibergsee & Skiflugschanze

Am Freibergsee: Bild 1 von 38

Wir erfuhren in der Touristenformation, dass für die Heini-Klopfer-Skiflugschanze Führungen angeboten werden. Eine gute Möglichkeit etwas mehr an Informationen zur Geschichte und Entstehung der Skiflugschanze zu bekommen, als im Internet oder auf Schautafeln nachzulesen ist. In der Nähe ist auch der Freibergsee gelegen. Warum nicht das Nützliche mit dem Praktischen verbinden? Das dachten auch wir uns und kombinierten beide Ausflugsziele in einer Tour, zumal die Führung erst 14:00 Uhr begann. Nach dem Frühstück machten wir uns bei schönsten Ausflugswetter gemütlich auf den Weg zum Freibergsee. Umrundeten diesen rechter Hand und genossen einen wunderbaren Ausblick auf See, Schanze und den umliegenden Bergen. Der Höhepunkt war natürlich der Rundblick von der Schanze auf die Umgebung, welcher meist nur Skispringern vorbehalten ist.

vom Fellhorn zur Kanzelwandbahn

vom Fellhorn zur Kantelwandbahn: Bild 1 von 41

Nicht ganz so bekannt wie das Nebelhorn ist das Fellhorn – unser heutiges Ziel. Geplant war eine Fahrt zur Bergstation, den Gipfel „erklimmen“, die Aussicht genießen und zur Kanzelwandbahn wandern. Mit dieser ins Kleinwalsertal fahren und zurück mit dem Bus nach Oberstdorf – alles ohne Zeitdruck.
So nahmen wir uns auch wirklich Zeit, genossen den Ausblick vom Fellhorner Gipfel und schlenderten gemütlich zur Bergstation der Kanzelwandbahn. Unser Blick schweifte immer wieder nach rechts und links ab. Alle paar Meter gab es durch die veränderte Perspektive etwas Neues (und doch Altes) zu entdecken. Leider bewölkte es sich langsam, sodass die Sicht leider nicht mehr so weit reichte wie anfänglich. Zum Abschluss gönnten wir uns vor der Talfahrt Kaffee und Kuchen (irgendwie schmeckt alles besser in 1900m Höhe) und genossen die, wenn auch etwas eingeschränkte, Aussicht.

vom Walmendinger Horn nach Baad

vom Fellhorn zur Kantelwandbahn: Bild 1 von 54

Es stand wieder eine kleine Wanderung an. Der Weg führte von der Bergstation des Walmendinger Horns ins Tal nach Baad. Allein die Fahrt zur Bergbahntalstation offenbart eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge des Kleinwalsertals. Der erste Weg führte uns direkt auf die Spitze des Walmendinger Horns. Das Wetter war uns gnädig, da erst gegen Mittag die Sicht schlechter wurde. So konnten wir die Aussicht genießen. Wie lange wir verweilten – ich weiß es nicht. Wir verloren komplett das Zeitgefühl hier oben. Es kamen langsam Wolken auf, als wir den Abstieg ins Tal begannen – eine herrliche Wanderung durch unberührte Natur. Ein kleiner Höhepunkt waren die freilaufenden Kühe, welche sich bei der Belagerung der Wanderwege nicht durch die umherwandernden Touristen stören ließen. (Eine ausgewachsene Kuh bietet aus ein Meter Entfernung einen äußerst stattlichen Anblick!)

Christlessee & Gerstruben

der Christlessee & Gerstruben: Bild 1 von 58

Auf der Oberstdorfer Webseite findet man viele Anregungen für Wanderungen. Ein Tour hörte sich besonders vielversprechend an. So fiel die Wahl zum Christlessee zu wandern sehr einfach.
Parallel zur der Trettach gingen wir auf gut befestigten Wegen Richtung Spielmannsau. Am Ziel angekommen, waren wir beide ein wenig enttäuscht. Der Christlessee ähnelt mehr einen größeren Teich, eingerahmt von Bergen mit kristallklarem Wasser. Wir hatten es uns irgendwie größer vorgestellt.
Nach einer Stärkung beschlossen wir den Aufstieg nach Gerstruben durch den Hölltobel. Es ist ein nicht zu unterschätzender Weg mit ca. 2km Länge und etwa 200 Höhenmetern. Aber es lohnt sich! Mehrere kleine und große Wasserfälle gespeist vom Dietersbach, laden immer wieder zum Verweilen und Staunen ein. Nach Verlassen des Hölltobel, kurz vor Gerstruben, wird man mit einem herrlichen Ausblick auf die Umgebung entschädigt! Nach kurzer Rast im Berggasthof Gerstruben machten wir uns auf den Rückweg, da es zum späten Nachmittag regnen sollte. Leider war diesmal auf die Vorhersage verlass und es erwischte uns rund 3km vor Ankunft im Hotel.

Petersalpe

zur Petersalp: Bild 1 von 69

Eigentlich wollten wir von Birgsau nach Einödsbach, dem südlichsten ständig bewohnten Ort Deutschlands, laufen. Zu unserem Pech hingen die Wolken sehr tief und ließen keinen Blick auf die umliegenden Berge zu. So entschieden wir uns, weiter zu wandern. Spontan wurde Petersalp unser neues Ausflugsziel. Der Wanderweg dahin bietet einiges an Abwechslung: befestigte Pfade, Brücken, steinige Aufstiege und zu überwindende Bäche. Nach einiger Zeit erreichten wir das (neue) Tagesziel die Petersalp. Hier war es, wie ich mir eine Berghütte vorstellte und von unseren vorhergehenden Besuchen in Bayern kannte. Einfach aber gemütlich ausgestattet. Das junge Ehepaar stellt Käse, Wurst und Milch selbst her – Bio in Reinform und das schmeckt man! Nach dieser ausgezeichneten Stärkung nahmen wir den Rückweg auf, welcher parallel zu dem Weg verlief, den wir kamen. Dieser war nicht so Abwechslungsreich wie der Hinweg, aber auch nicht so anstrengend und erlaubte eine völlig neue Perspektive auf das Rappenalptal. Für mich einer der schönsten Ausflüge, da er alles das zeigte, wofür Bayern in meinen Augen bekannt ist: unberührte Natur, einfaches aber hartes Leben in den Bergen und „glückliche“ Kühe.

Ein paar zum Nachdenken anregende Worte möchte ich noch an meine Leser richten! Ja, die Preise auf einer Hütte sind höher! Aber man sollte nicht vergessen welcher Aufwand sich dahinter verbirgt. Die Pächter müssen alles Notwendige zur Hütte und wieder ins Tal transportieren, die Pacht aufbringen und noch davon leben. Von dieser Seite betrachtet, relativieren sich die Preise! Ich bin gerne bereit etwas mehr zu bezahlen, um die Hütten zu erhalten!

Oytal

durchs malerirsche Oytal: Bild 1 von 38

ür diesen Tag kündigte sich zum späten Nachmittag Regen an. Daher entschieden wir uns zu einer Wanderung in das Oytal. Der erste Teil des Weges führte uns wieder entlang der Trettach. Jedoch diesmal auf der rechten Seite, welche wesentlich einladender ist. Kurz nach Café Jägerstand bogen wir links ab zum Oytal. Der Weg führte uns am Oybach entlang, durch unberührte Natur eingerahmt von Bergen. Herrlich! Leider war die Fernsicht sehr eingeschränkt, aber das brachte dem Genuss durch das Oytal zu wandern keinem Abbruch. Rast machten wir im Oytalhaus und beschlossen spontan ab 15:00 Uhr mit dem Roller ins Tal zu fahren. Eigentlich hätten wir laufen müssen, aber wer sagt, dass man im Urlaub nicht Spaß haben darf? Bis die Rollerfahrt starten konnte, hatten wir noch Zeit. So stießen wir gestärkt tiefer ins Oytal vor. Kurz vor der Gutenalpe kam die Belohnung des Tages – eine riesige Herde Kühe! Ich weiß, nicht wirklich aufregend. Aber es war ein Mordsspaß den Tieren beim Herumlaufen zu zusehen. Wir liefen noch ein wenig weiter. Am liebsten hätten wir noch den Stuibenfall erreicht. Die Zeit war aber schon zu weit fortgeschritten und es kündigte sich schon der erste Regen an. Daher kehrten wir um, um uns auf den Weg nach Oberstdorf (per Roller) zu machen. Leider begann nun der Regen und ich konnte keine Fotos mehr machen. Aber die Talfahrt ein riesen Spaß trotz der nassen Straße.
Wenn wir wieder in Oberstdorf sind, werden wir auf jeden Fall das Oytal wieder besuchen (vielleicht mit besseren Wetter).


Link zu Webcam’s: Fellhorn, Gerstruben, Heini-Klopfer-Skiflugschanze, Nebelhorn Gipfelstation

Insel Mainau

Insle Mainau ma Bodensee: Bild 1 von 45

Der Bodensee befindet sich nicht weit entfernt von Oberstdorf. Was liegt da näher, auch ihm einen Besuch abzustatten? Erst wollten wir mit dem PKW los, fanden aber in der Touristeninformation die Möglichkeit über ein Busunternehmen die Fahrt zu unternehmen.So erfuhren wir zusätzliche Informationen über das Allgäu, Österreich, die Schweiz (Dreiländertour) und der Insel Mainau vom Busfahrer. Auf der Insel angekommen, blieben uns knapp 4 Stunden, das sehr gepflegte Gelände zu erkunden. Die Blumenpracht ist nicht mit Worten zu beschreiben, daher möchte ich auch hier Bilder sprechen lassen. Der Bodensee ist ein wirklich schönes Gebiet in Deutschland und daher Wert ihn auf unsere Urlaubsliste zu setzen. Mal sehen, wohin es uns das nächste Mal verschlägt? Vielleicht zum Bodensee ...