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Über (meine) Spiele

Was werdet Ihr hier finden? Meine Eindrücke, Empfehlungen und Screenshots von Spielen die ich spiel(t)e. In alle hier vorgestellten Games sollte man - meiner Meinung nach - auf jeden Fall einmal reingeschnuppert haben. In meinen Augen besitzt jedes hier aufgeführte Programm besondere Highlights (grafisch, spielerisch oder ein anderes). Aber nicht vergessen, es könnte sein, das Ihr gar nicht so denkt ...Smilie mit Sonnenbrille
Spoilergefahr! Die Screenshots stammen direkt aus den Spielen. Wer nicht schon vorher etwas über die Story erfahren möchte, sollte sich die Bilder nicht ansehen.

Medal of Honor Warfighter

Medal of Honor Warfighter : Bild 1 von 25

Ein Spiel, welches in meinen Augen unterbewertet wurde, ist Medal of Honor Warfighter. Warum erschließt sich mir nicht wirklich. Ein möglicher Grund könnte der knackige Schwierigkeitsgrad des Multiplayer sein. Ich muss gestehen, das es nur wenige Spiele gibt, deren Multiplayer sich an der Realität (versuchen zu) orientieren. Gerade dadurch ist der Einstieg in den Multiplayer etwas gewöhnungsbedürftig. Nach etwas Spielzeit lernt man die Besonderheiten kennen und lieben. Hinzu kommt, dass sich die Entwickler einige nette Sachen und Neuerung einfallen lassen haben, die dieses Spiele von anderen unterscheidet.
Zum Beispiel hat man in der Solo-Kampagne die Möglichkeit durch das Ausschalten von Gegnern per Kopfschuss während des Stürmens von Räumen verschiedene Arten der “Türöffnung” freizuschalten. Diese sehr schön animiert und erhöht den Reiz die Kampagne nochmals durchzuspielen. Die Hintergrundgeschichte ist vielleicht nicht wirklich herausragend, wird aber sehr schön, glaubwürdig und spannend erzählt. Man merkt, das die Geschichte von wirklichen Soldaten geschrieben wurde und nicht nur einfach ausgedacht ist. Für Medal of Honor Warfighter sprechen auch die abwechslungsreichen Missionen. Diese reichen von Verfolgungsjagden im Auto oder im Schnellboot, lautloses Ausschalten von Gegnern über die Verteidigung mittels schweren MG bis zum effektiven Einsatz als Scharfschütze. Lange Weile kommt nie auf. Zwei weitere positive Dinge heben das Spiel in meinen Augen zusätzlich hervor. Zum Einen die akustische Untermalung: die Soundeffekte und vor allem die Musik ist ein Ohrenschmaus. Die Waffen klingen beeindruckend und furchterregend und der Soundtrack unterstützt die Stimmung in der Kampagne absolut treffend. Als Zweites der Humor, welcher aber mehr beiläufig zur Geltung kommt und daher leider schnell untergeht.
Auch der Multiplayer ist erfrischend anders. Es gibt 6 verschiedene Klassen, die nicht so überladen sind wie bei anderen Spielen. Sehr gut herausgearbeitet sind die unterschiedlichen Eigenschaften der einzelnen Waffen. Dies ist leider nur noch bei sehr wenigen Spielen. Viel Fantasie hat Danger Close auch für die Killserien der einzelnen Klassen gewidmet, die sich in offensive oder defensive Belohnung unterteilen und richtig Spaß machen.Smilie mit DaumenhochErfrischend anders ist auch eine weitere Neuerung: die Warfighter Nations. Hier kann man im Multiplayer erhaltene “Tokens” für sein Land spenden. Daraus resultiert eine Weltrangliste. Wobei zum Teil sehr skurrile Wertungen entstehen (wenn Länder wie zum Beispiel die Komoren auf Platz eins stehen). Aber die Idee finde ich Klasse.

Batman Arkham City

Batman Arkham City : Bild 1 von 31

Ich tendiere normalerweise mehr zum Echtzeitstrategie- oder Shootergenre. Aber dieser Batman-Teil war im Angebot und ich schlug zu. Zwar habe ich erst ein paar Stunden gespielt, aber es macht wirklich richtig Spaß. Eine sehr gute Mischung aus Schleichen, Kämpfen und Rätsel lösen. Viele Aufträge sind besser mittels “Anschleichen & Gegner lautlos ausschalten“ oder im Detektiv-Modus wesentlich einfacher zu bewältigen. Ich mußte meine Spielgewohnheit ein wenig ändern, da ich zum “Sturmsoldaten” tendiere. Zusätzlich spielt man verschiedene Charaktere (Catwomen), die sich durch unterschiedliche Eigenschaften auszeichnen. Die “Faustkämpfe” sind wunderschön animiert und das Fliegen in Arkham City ist eine Augenweide. Sehr schön finde ich auch die ausführlichen Statistiken sowie die Möglichkeit einzelne Herausforderungen zu spielen. (Davon gibt es unzählige!)
Mit viel Liebe zum Detail wird die Geschichte erzählt, abgerundet durch nette Zwischensequenzen, welche fließend ineinander übergehen. Alles in Allem ein wirklich gelungenes Spiel, welches zurecht die guten Kritiken erhielt! Für mich eine neue Erfahrung und sehr positive Überraschung. Ich denke dieses Spiel ist auch eine Empfehlung für jeden, der einmal etwas anderes ausprobieren möchte.

Call of Duty: Modern Warfare

Call of Duty Modern Warfare: Bild 1 von 87

Für mich der beste Teil der CoD-Serie. Es ist das zweite Spiele, das ich Online spielte. Zum einen weil es meine Kollegen spielten, zum anderen weil es sehr viele Server gab. Die hohe Anzahl der Server war darin begründet, das man seinen eigenen dedicated-Server unter Linux kostengünstig erstellen konnte. Fan-Tools erleichterten die Verwaltung des Servers ungemein. Hinzu kam die Möglichkeit Mods für das Spiel zu erstellen und diese auf den Servern zu installieren. Aus dieser Möglichkeit entstanden unglaublich viele Mods, von neuen Spielmodi über neue Karten bis hin zu inoffiziellen Updates. Einige Mods schafften es sogar später als reguläre Spielmodi in den Nachfolgern implementiert zu werden (der wohl bekannteste ist der Gun-Mod).
In sehr guter Erinnerung ist mir auch die Einzelspieler-Kampagne geblieben. Das erste Spiel bei dem ich wirklich “Gänsehaut” bekam. Einen großen Anteil daran haben die im mittleren Teil des Spieles vorkommenden Scharfschützen-Einsätze beigetragen (z.B. die Missionen “GUT GETARNT” oder ”TÖDLICHE PRÄZISION”). Abwechslung wurde auch geboten – als Stichwort: AC130. Ich glaube jeder denkt gerne an diese Mission zurück (eine ähnliche Mission wurde später in CoD Modern Warfare 2 nochmals in den Spezialeinheiten aufgegriffen). Beeindruckend fand ich die authentische Darstellung von Pripyat in der Mission “TÖDLICHE PRÄZISION”. Gemerkt habe ich das jedoch erst viel später, als ich ein Bericht über die “Geisterstadt Pripyat” sah.
Leider konnten die Nachfolger – in meinen Augen – nicht mehr mit CoD: Modern Warfare mithalten. Es sind weniger die Einzelspielerkampagnen, diese werden wirklich gut inszeniert und spannend erzählt in allen Teilen. Der Multiplayer ist leider der Negativ-Aspekt und dieser macht den größten Zeitfaktor der Serie aus. Leider gab es nach dem Wechsel zu VAC zu viele Cheater bzw. Möglichkeiten dazu. Und dies hat mir richtig den Spaß an den CoD verdorben.

Call of Duty: Ghosts

Call of Duty Modern Warfare: Bild 1 von 75

Eigentlich wollte ich mir kein Call of Duty Spiel mehr kaufen. Aber der Trailer zu Ghosts war einfach zu verlockend und kurz gesagt: Mir gefällt es. Man hat versucht diesen Teil “anders” zu gestalten, aber dennoch als Call of Duty Ableger zu erkennen. Der Multiplayer ist immer noch extrem schnell zu spielen, fast schon hektisch. Die Runden gehen maximal 10 Minuten und eignen sich daher für 1 oder 2 Spiele zwischen durch. Einzig die Art wie die Herausforderungen angezeigt werden, gefällt mir nicht, da man nur einige wenige angezeigt bekommt.
Als Neuerungen finden sich jetzt Trupps und Extinktion. Bei Trupps spielt man mit und gegen KI-Spieler. Ein eigenes Team (Trupp) kann man individuell zusammenstellen und mit diesem gegen andere Spieler antreten. Auch sehr hübsch ist der Modus Widerstand. Hierbei muss man mit 4 weiteren Spielern gegen Wellen von Gegnern antreten. Da jede Welle stärker wird, steigt der Schwierigkeitsgrad und der Spaß. Extinktion stellt eine andere Variante der Zombie-Erweiterungen der Vorgänger da. Allerdings sehr gut gemacht und motivierend. Man muss sich durch Horden von Aliens kämpfen. Mittels eines Bohrers müssen Alien-Nester zerstört werden. Hierfür gibt es Punkte um Verbesserungen freizuschalten. Zusätzlich kann man Ausrüstungsgegenstände finden (Waffenaufsätze, Leuchtsignale, Trophy-System, Spezialmunition und ein "Hypno-Messer"). Diese Sachen helfen ungemein. Zum Schluss muss man eine Atombombe aktivieren und wieder zurück zu Hubschrauber. Gerade der Weg zum Evakuierungspunkt ist die größte Hürde! Das ganze Spiel ist wieder auf Geschwindigkeit ausgelegt und spielt sich sogar noch schneller als der Multiplayer.
Das Glanzstück ist immer noch die Solokampagne, es kommt nie lange Weile auf. Bei vielen Tests liest man, das nichts neues zu sehen ist. Wirklich nachvollziehen kann ich das nicht. Man darf nie vergessen das Ghosts ein (astreiner) Shooter ist und sich so spielt. Die Szenarien sind sehr abwechslungsreich (im Weltraum und unter Wasser, Panzer führen ...). Nicht zu vergessen Riley (ein deutscher Schäferhund im Spiel), welcher eine große Hilfe beim auffinden von Feinden ist (im Multiplayer ist Riley von unschätzbaren Wert).
Die Grafik finde ich Schick und wesentlich besser als die der Vorgänger, auch wenn man in diversen Tests anderes liest. Hoffen wir mal das die Cheater nicht überhand nehmen – bis jetzt habe ich nur sehr, sehr wenige gesehen und es wird auch einiges gegen diese getan (Cheater kann man direkt im Spiel melden). (Für mich) eindeutig ein sehr guter Teil der Serie - mal sehen ob dies auch so bleibt.
Update: Es scheint als hätten die Entwickler das Problem des Cheatens in den Griff bekommen. Bis jetzt sind mir nur vereinzelte dieser geistig begrenzten Spieler untergekommen. Daher entschloss ich mich einen Season Pass zu kaufen. Obwohl ich kein Fan solcher Methoden bin – da ich mich erinnern kann, das solche Beigaben einmal kostenlos waren – bereue ich diese Entscheidung (bis jetzt) nicht. Die neuen Karten machen richtig Spaß und sind mit vielen kleinen aber netten Details versehen (optisch wie akustisch). Auch der neue Extinction-Teil gefällt mir sehr – es wird nun eine kleine Geschichte parallel erzählt. Rund um ist der erste DLC (Onslaught) gelungen. Sollten die weiteren 3 Teile ebenfalls dieses Niveau halten, muss sich Battlefield warm anziehen!

Remember Me

Remember Me: Bild 1 von 24

Remember Me ist eine ungewöhnliche Mischung aus Tron, Batman und Mirror Edge gewürzt mit einer Prise Blade Runner. Wer diese Spiele und den Film kennt, wird immer wieder parallelen finden. Dies ist aber eher positiv zu sehen, da die Geschichte spannend erzählt wird und die Steuerung (mit Gamepad) sehr gut umgesetzt ist. Die Kämpfe erinnern an Batman. Der Kampfstil ist sehr ähnlich und enden nicht mit dem Tod der Gegner. Schön ist die Idee verschiedene Kombos im Combo Lab (Kampfkombinationen) selbst zu erstellen. Somit hat man die Möglichkeit, einen für sich passenden Kampfstil zu entwickeln. Das Neo-Paris und Alt-Paris ist mit sehr viel Liebe zum Detail gezeichnet. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken - zum Schmunzeln oder zum Nachdenken.
Um den Weg zu finden bzw. damit man weiß, wie es weiter geht, bekommt man dies durch orange Pfeile angezeigt (Mirror Edge lässt grüßen). Was auf der einen Seite sehr hilfreich ist, wird aber später etwas langweilig. Man hat leider nicht die Möglichkeit sich frei zubewegen. Die Wege sind bis auf ganz wenige Ausnahmen vorgegeben. Was sehr Schade ist, denn ich war mehr als einmal in Versuchung gekommen einen anderen Weg zu versuchen. Leider ist dies nicht möglich. Trotz dieser kleinen Schwächen bietet es viel Unterhaltung, Spannung und Spaß!

Tom Clancy’s Splinter Cell Blacklist

Tom Clancy’s Splinter Cell Blacklist: Bild 1 von 26

Ich habe immer von der Splinter Cell Serie gelesen, aber sie nie gespielt. Da dieses Spiel eine Zugabe zu meiner Grafikkarte war, habe ich dann doch einen Blick riskiert. Und was soll ich sagen – ein geniales Spiel.
Bei der Vorgehensweise zur Erfüllung der Aufträge hat man die freie Wahl sich am Gegner vorbei zu schleichen, Ihn zu erschießen, im Nahkampf auszuschalten oder im wahrsten Sinne des Wortes mit Gas schlafen zulegen (die Gegner quittieren dies mit einem herrlichen schnarchenden Geräusch – das einige Ehefrauen bekannt vorkommen könnte). Gerade die Wahl Gegner nicht zu töten, zeigt sich als interessante Alternative zu den üblichen Gemetzeln. Hierfür stehen ein Elektroschocker, eine kleine Drohne, das oben erwähnte Schlafgas oder Nahkampfangriffe zu Auswahl. Faszinierend finde ich immer wieder, das es verschiedene Wege gibt, sich von einem Ort zum anderen zu begeben oder Gegnern auszuweichen. Auch bei mehrmaligen Spielen der Missionen entdeckt man neue Wege oder Möglichkeiten und die Spannung geht nie verloren. Neu und Positiv für mich ist die Möglichkeit alle Missionen ohne einen Toten erfolgreich absolvieren zu können. Eine Herausforderung besteht darin sich an allen Wachen vorbei zu schleichen ohne eine einzige zu alarmieren. Egal für welchen Weg man sich entscheidet, ist pro Mission einiges an Zeit einzuplanen (mindestens 1 Stunde - besser ist mehr)! Sehr schön umgesetzt wurde, das viele Missionen auch zu Zweit spielbar sind. Hier kann man mit einem Freund oder einem zufälligen Mitspieler weitere Wege erkunden oder eine andere Vorgehensweise testen. Ich hoffe nur, dass es für eine lange Zeit genug Spieler geben wird, um Koop-Missionen auch spielen zu können.
Für jeden erfolgreich abgeschlossenen Auftrag bekommt man Geld. Dieses kann für Ausrüstung oder für die Verbesserung der fliegende Basis (Echolon 4) genutzt werden und erleichtert die Missionen spürbar. Durch den großen Umfang der verschiedenen Ausrüstungsgegenstände, der Waffen und des Anzuges kann man seinen Sam Fisher nach eigenem Belieben anpassen. Rund um ein gelungenes Spiel, das in mir die Lust geweckt hat, ein Blick auf die Vorgänger zu wagen.

Carrier Command: Mission Gaea

Tom Clancy’s Splinter Cell Blacklist: Bild 1 von 26

Carrier Command ist ein Remake aus den 90er Jahren - ehrlich gesagt, ich hatte nie vorher etwas hiervon gehört. Trotzdem spielte ich das Demo und war trotz der gewöhnungsbedürftigen Steuerung recht angetan. Die Mischung aus Strategie und Action gespickt mit etwas Ressourcen-Management ist eine erfrischend andere Kombination. In einem Steam-Summer-Sale wurde Carrier Command angeboten und ich schlug zu. Ich muss gestehen, es fasziniert mich. Anfangs ist es verwirrend, da das Interface doch etwas anders aufgebaut ist, als ich es “gewohnt" war. Aber der Mensch ist ja bekanntlich ein “Gewohnheitstier“. Man gewöhnt sich an (fast) alles!
Man ist relativ frei in seinem Tun und Handeln. Während der Eroberung ist es notwendig die Topografie der Inseln zu beachten. Die Grafik finde ich sehr gut gelungen - einzig die Animationen der menschlichen Figuren und Robotergegner würde ich eher als lieblos bezeichnen wollen. Auch den Kampf gegen diese sollte man nicht ernst nehmen, denn ich würde dies mit einem Filmzitat kommentieren: “Wie schießt man damit. - Einfach in Richtung des Gegners halten und abdrücken. Zielen braucht man nicht“. Da man aber damit eher weniger konfrontiert wird, entlockt es mir meist ein schmunzeln. Viel eindrucksvoller sind die Explosionen - ein Fest für die Ohren und ein Augenschmaus. Wunderbar und realistisch animiert, versehen mit einem satten Sound, kann man nicht genug gegnerische Fahrzeuge plätten, um dies immer wieder zu sehen (jedenfalls geht es mir so).

Anno 2205

Anno 2005: Bild 1 von 62

Das erfolgreiche Spiele „Made in Germany“ nicht Shooter sein müssen, beweisen die Entwickler der Anno Reihe. Mir ins Gedächtnis eingebrannt ist die Reihe als „Zeitfresser“, da die sehr umfangreichen Wirtschaftskreisläufe immer wieder Anpassungen und Optimierung benötigen. Besonders gefällt mir, dass man nicht unter Zeitdruck steht. Mit Anno 2205 gingen die Entwickler aber neue Wege. Hierfür bekam Blue Byte viel Kritik, da es sich nicht mehr wie Anno spielen sollte...
Einiges war am Anfang verwirrend, manches begrüße ich. Sehr gut gefällt mir die neue Handhabung von Kämpfen und Armeen - denn es gibt keine! Man muß (bzw. ich) keine Angst mehr haben, von einem Mitstreiter eine Kriegserklärung zu erhalten und alles mühsam aufgebaute in Grund und Boden geschossen wird, da man sich selber nicht auf den Bau einer Armee konzentrierte. Kämpfe wurden jetzt in Kampfzonen ausgelagert. Vorteil: man kann, muss aber nicht in den Krieg ziehen. Alle Missionen können auch ohne kriegerischen Akt vollendet werden. Nachteil: es gibt nur sehr wenige Zonen (genau 2 Stück, vielleicht kommen später neue Zonen hinzu). Denn diese werden doch recht schnell eintönig.
Von vielen wurde die fehlende Kampagne als negativ angekreidet. Ja - zu diesen Personenkreis zählte ich mich auch. Aber nach einigen Spielstunden hat dieses System seine Vorteile aufgezeigt, da jetzt praktisch ein Endlosspiel mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und ein Ziel (die Mondbesiedelung) vorhanden ist. Auch wenn es ein sehr gewaltiger Schritt war, hier wurde er vernünftig umgesetzt. Daraus resultierend zeigt sich gleich die nächste Neuerung - die Handelsrouten. Vorher baute man Schiffe und wies diesen Routen zu. Jetzt einfach Handelsroute erstellen (dafür dann aber schön bezahlen) und fertig. Sehr gut! Abgesehen von den Veränderungen und den vielen Neuerungen (endlich darf man Gebäude versetzen, statt abreißen) hat die Grafik einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht. Selbst leistungsstarke Systeme kommen ordentlich ins Schwitzen. Hier zeigt sich eine der Stärken von Anno. Alles, aber auch wirklich alles wird mit ungeheuren - fast schon verspielten - grafischen Details dargestellt. Überall wuselt es, kann man den Produktionsgebäuden oder Einwohnern beim Spielen zu schauen. Manchmal wünschte ich mir einfachen einen größeren Monitor.
Auch wenn Anno 2205 sich vom Altbekannten abwendet und neu Wege beschreitet, spielt es sich noch so, wie ich die anderen Titel der Reihe in Erinnerung habe. Die Neuerungen benötigten Zeit zum Eingewöhnen, aber dann ist der Spielspaß grenzenlos. Für mich ist Anno 2205 ganz klar das beste Spiel der ganzen Reihe!

Tom Clancy’s The Division

The Division: Bild 1 von 49

Spiele mit dem Zusatz "Tom Clancy" erzählen meist eine (militärische) Geschichte in der nahen Zukunft. The Division könnte aber in der Zukunft, Gegenwart oder in der Vergangenheit spielen. Im Gegensatz zu einigen anderen (Tom Clancy) Spielen wird hier eine sehr plausible Story von Anfang an aufgebaut. Man hat die freie Wahl der Missionsreihenfolge - auch wenn nicht jede sinnvoll ist. Wer möchte schon mit Stufe 10 auf ein Stufe 30 Gegner stoßen! Glaubt mir es geht nicht gut aus. Auch wenn sich einige Missionen ähneln, kommt nie lange Weile auf. Gerade die Nebenmissionen bieten abwechslungsreiche Kost. Es gibt immer wieder neues zu entdecken, obwohl man die Straße schon unzählige Male abgelaufen ist.
Sehr umfangreich fallen auch die Verbesserungsmöglichkeiten des eigenen Charakters durch Ausrüstungen und der Einsatz von Talenten aus. Man kann seinen Avatar nach eigenen Wünschen und Spielweise anpassen. Genauso umfangreich gestaltet sich das Repertoire an Waffen und deren Verbesserungen. Diese scheinen unendlich zu sein. Dem fiktiven New York im Spiel stand das reale New York als Vorbild. Wie genau es nachgebildet ist, kann ich nicht sagen (aber irgendwann werde ich es noch besuchen). Laut Vergleichsbildern sind die Entwickler aber sehr, sehr nah an die Wirklichkeit herangekommen.
Die Schwierigkeitskurve steigt nicht zu steil an (ist aber im späteren Verlauf mehr als fordernd). Sodass ungeübte Spieler nicht sofort die Lust verlieren, dennoch kennt auch The Division Frustmomente (z.B. wenn man ungewollt auf Gegner mit sehr hohen Stufen trifft, wie bereits weiter oben erwähnt). Diese passiert jedoch sehr selten.
Bis auf wenige Ausnahmen kann man alle Missionen allein oder mit anderen Spielern absolvieren. Es erhöht den Spaßfaktor ungemein im Team zu spielen - das Erstellen einer solchen bzw. das Einladen von Mitgliedern ist sehr einfach und gut gelungen.
Während des Spielens fielen mir die parallelen zu Watch Dogs auf. Auch wenn sich das Szenario und Missionen komplett unterscheiden, ist das Spielgefühl sehr ähnlich. (Dies ist aber eher positiv gemeint!) Für mich ist The Division ein sehr gutes Spiel, dass einen stundenlang fesselt und immer noch eine Überraschung bereithält.

Call of Duty: Infinity Warfare

Call of Duty: Infinity Warfare: Bild 1 von 24

Alle Jahre wieder wird ein neuer Teil von Call of Duty veröffentlicht. Aus meinen Erfahrungen der letzten Jahren wollte ich mit dem Kauf 2016 abwarten und sehen, mit welchen Schwierigkeiten das Spiel startet.
Aber ... Es kommt immer wieder anders. Dieses Jahr beinhaltet CoD zusätzlich ein Remake von Advanced Warfare (siehe oben), da konnte ich einfach nicht widerstehen und somit bin ich wieder in die Falle gegangen. Eine der Stärken von CoD (in meinen Augen) ist immer noch die Solokampagne. Beim neuesten Ableger geht INFINITY WARD doch etwas andere Wege. Die Handlung spielt jetzt hauptsächlich im Weltraum. Neben dem üblichen Missionen gibt es Einsätze (Nebenmissionen) ähnlich Wingcommander. Das Ganze wird wieder ordentlich mit vielen Explosionen in Szene gesetzt - spielt sich aber ein wenig hektisch und gehetzt. Optisch ist es sehr ansprechend. Auch wenn man, bis auf sehr wenige Ausnahmen, kaum Zeit hat, die sehr detailliert gestalteten Szenen zu genießen. Besonders gefällt mir, dass Zwischensequenzen die Beweggründe für die gefällten Entscheidungen der Protagonisten erklären und den Figuren hierüber eine menschliche Seite gegeben wird. Dies bietet ein authentischeres und nachvollziehbareres Spielerlebnis.
Das zweite Standbein, der Multiplayer, spielt sich im neuesten Ableger noch schneller. (Hektisch oder chaotisch trifft es sogar noch besser.) Nach den letzten CoD-Teilen hätte ich es nicht für möglich gehalten bzw. wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass dies möglich sei. Ich muss gestehen, dass gerade dieser Punkt für richtige Frustmomente bei mir sorgt. Besonders MP‘s oder Schrotflinten haben bei diesen sehr schnellen / hektischen Runden einen zu großen Vorteil. Es könnte natürlich auch sein, das ich in meinem Alter doch nicht mehr mit einem 20 jährigen (oder jüngeren) Spieler mithalten kann...zwinkerndes SmilieAuf jeden Fall müssen die Entwickler noch einiges an Zeit investieren! Immer wieder schwanken die Bildwiederholraten ohne ersichtlichen Grund und auftretende Lags stören das Spielerlebnis enorm. Hoffentlich bringen hier die nächsten Patches Besserung.
Herrlich abgedreht und extrem spaßig ist hingegen der Zombie-Modus. David Hasselhoff als DJ oder die Stimme von SpongeBob gespickt mit verrückten Kommentaren lassen mich immer wieder herzhaft lachen. Die musikalische Untermalung bilden eine Vielzahl von äußerst bekannten Hits der 80er Jahre (passend zum Schauplatz). Der Zombie-Modus ist daher mein Favorit!
Update: Nach ein paar Patches spielt sich nun Infinity Warfare wirklich flüssig. Die ausführlichen Waffenanpassungen zeigen Wirkung. Resultierend daraus hat sich alles zum Besseren gewendet und dieser CoD-Ableger ist nun sein Geld wert (auch wenn sich die Spielerzahlen sehr wahrscheinlich nicht mehr erholen werden).

Fallout 4

Fallout 4 : Bild 1 von 36

ist ein weiterer Ableger des Rollenspielgenres, welchen mehr Zeit gewidmet habe. Die vorhergehenden Teile kenne ich nicht, aber Fallout 4 ist wirklich gut aber auch sehr komplex. Dagegen ist Mass Effect Andromeda „primitiv“. Man hat unzählige Möglichkeiten, dass einen am Anfang die vielfältigen Möglichkeiten erschlagen (Rüstung, Waffen und Gegenstände verbessern, Nahrung herstellen, Missionen abschließen, Gebäudeeinrichtungen bauen usw.). Es braucht einige Zeit, bis man die Zusammenhänge versteht und alles zuordnen kann. Dann macht es aber richtig Spaß Gegenstände zu sammeln und in Rohstoffe zu zerlegen. Die Geschichte des Ödlands überrascht mit unverhofften Wendungen und sorgt für so für Staunen und Spannung!
Die Grafik ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite sehen die Außenregionen herrlich aus. Auf der anderen sind viele Texturen (hauptsächlich in Gehäuse) nicht wirklich ansehnlich – eher matschig trotz hochauflösendem Texturen-Pack. Trotz dieses Mankos ist eine gelungenes Spiel, dass einen viele Stunden fesselt.

Ghost Recon Wildlands

Ghost Recon Wildlands: Bild 1 von 23

Eines der Spiele, welches ich (mal wieder) nur durch Zufall wahr nahm. Obwohl es auf diversen Webseiten und Spielemagazinen beworben wurde. Bei einer der vielen Verkaufsangebote bei Uplay stieß ich auf Ghost Recon Wildlands. Nicht wissend was mich erwartet, schlug ich zu. Ich möchte nicht zuviel über die Handlung verraten. Hauptaufgabe ist die Zerschlagung eines Drogenkartells in Bolivien. Hierfür müssen in verschiedenen Regionen die Mittelsmänner des Drogenbarons unschädlich gemacht werden. Umrahmt werden die Missionen durch Videos und Hintergrundinformationen. So das nie lange Weile aufkommt.
Eine schicke (aber ressourcenfressende) Grafik setzt die riesige, offene und zugleich sehr detailreiche Spielwelt wunderschön in Szene. Es bleibt einem selbst überlassen, wie und in welcher Reihenfolge man Aufträge löst. Wobei ich immer die dezentere - sprich möglichst lautlose - Variante bevorzugte. Man kann es natürlich auch nach Rambomanier mit dem Kopf durch die Wand spielen, aber es ist viel spannender wie Sam Fisher sich heranzuschleichen und lautlos zuzuschlagen. Apropos Sam Fisher! In einer kurzen, aber recht knackigen Mission bekommt er einen Gastauftritt.
Alle Missionen kann man mit anderen Spielern im Team absolvieren.Was einen zusätzlichen Spaß bringt. Für mich ein rundes Spiel ohne Ecken und Kanten mit einer klaren Empfehlung für jeden, der diesem Genre angetan ist.